05.04.2017

Vom kleinem Fischerdorf zum beliebten Stadtviertel

Der Dresdner Stadtteil Laubegast stellt sich vor

Laubegast (Foto: Fotolia)
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Das ehemalige Fischerdorf Laubegast liegt direkt an der Elbe und ist ein beliebter Stadtteil von Dresden. Die Wiesen entlang der Elbe und der malerische Dorfkern laden zum Verweilen ein.

Laubegaster Geschichte

Laubegast wurde als slawische Fischersiedlung 1408 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist auf den Gründer der Siedlung, einem Lubogost, zurückzuführen. 1529 gelangte das Dorf in den Besitz der Herren von Bünau. Die Bewohner lebten zu der Zeit vorrangig vom Fischfang. 1501 ist von einem Fährmann die Rede, der im noch heute erhaltenen Fährgut in der Fährstraße 30 wohnte. Unweit der Fähre bestand zwischen 1613 und 1765 die Laubegaster Schiffsmühle, deren Mahlzwang alle Dörfer der Region unterworfen waren. Verwaltet wurde Laubegast von dem Amt Pirna. Im Sommer 1747 wurden zahlreiche Gebäude des Ortes durch einen Großbrand zerstört.
Im 18. und 19. Jahrhundert wandelte sich die Wirtschaftsstruktur des Ortes. Die Elbfischerei war immer noch wichtig, doch die Einwohner waren zunehmend als Bomätscher (Schieffszieher), Strohflechter und in der bedeutenden Zwirnerei tätig. Das Laubegaster Zwirn galt als das Beste in ganz Sachsen. Das wichtigste Unternehmen war jedoch 1898 die nach Laubegast verlegte Blasewitzer Schiffswerft. Durch die zunehmend bessere Verkehrsverbindung zogen immer mehr Menschen in den Stadtteil; Villen und Landhäuser entstanden. Am 1. April 1921 wurde Laubegast nach Dresden eingemeindet.

Berühmte Straßen

Straßennamen erinnern an bekannte Einwohner, wie die Melli-Beese-Straße. Mit der Straße wird die erste Motorfliegerin Deutschlands Amelie Beese (1886 – 1925) gewürdigt. Ihr Geburtshaus liegt heute in der Österreicher Straße 84. Eine Gedenktafel am Garten erinnert an sie.
Nach dem Altmeister der deutschen Fotografie, Hermann Krone (1827 – 1916), ist ebenfalls eine Straße benannt. Krone wählte Laubegast als Ruhesitz und verstarb in der Gartenstraße 5, heute Zur Bleiche.

Jährliches Inselfest

Seit 2003 feiert der Ort das Inselfest. Die Feierlichkeit erinnert an die Überflutung im August 2002, als der Stadtteil, eingepfercht von der Elbe und dem unter Hochwasser stehenden Alten Elbarm, nur noch eine Insel war. Die Feier soll für das Leben am Fluss sensibilisieren, spiegelt aber auch die Freude an der Behebung der Schäden dar.

Romantische Stimmung am Laubegaster Ufer

Ob Spazierengehen, Joggen oder Radeln die Elbwiesen sind in Laubegast schnell zu erreichen. Die großen Grünflächen am Elbufer laden die Bewohner des Stadtteils und Besucher zum Verweilen ein.

Tipp: Einkehren lohnt sich im „Alttolkewitzer Hof“. Der Biergarten bietet einen romatischen Blick auf die Elbe.

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