27.04.2016

Apps, digitale Lösungen und eine Bezahlkarten:

Integration neu gemacht!

Integration APPS

Einsatz und Engagement 2.0

Was hat sich in Sachen Integration seit Aufkommen der Flüchtlingskrise im letzten Jahr eigentlich getan? Hundertausende, die Haus und Hof verlassen mussten, hoffen nach wie vor in der Bundesrepublik Deutschland eine neue Heimat zu finden. Ihre Eingliederung gestaltet sich in der Realität jedoch schwierig: Kommunen sind zeitweise überlastet, freiwillige Helfer fühlen sich allein gelassen und Asylbewerber blicken auf lange Schlangen bei zahlreichen Behördengängen statt in freundliche, sie willkommen heißende Gesichter.

Integration war schon immer ein Prozess, der Zeit bedarf und Wille und Durchhaltevermögen aller Beteiligten fordert. Glücklicherweise gibt es im Jahr 2016 neue, moderne Lösungen, die es Kommunen, Immigranten wie Helfern gleichermaßen leichter machen können. Apps und Co. versprechen schnellere Hilfe und ein Umdenken – hin zum gemeinsamen Schaffen.

Bezuschussung per Bezahlkarte

Auch für Kommunen und den öffentlichen Dienst, bei dem die Hauptlast auf Behördenseite zur Integration der Asylbewerber liegt, hat sich einiges getan. So konzipierte das Unternehmen SODEXO Benefits & Rewards Deutschland beispielsweise ein System, welches es erlaubt geldwerte Fördermittel für Flüchtlinge und Asylbewerber im Schnellverfahren bereits ab der Erstaufnahme zu vergeben und online zu verwalten. Damit künftig stärker integriert statt bürokratisiert werden kann, wurde hierzu eine Bezahlkarte, der sogenannten Kommunal Pass, entwickelt. Dieser ermöglicht es die Leistungserbringung auf Seiten der Verwaltung zu beschleunigen, zu vereinfachen und transparent zu steuern.

Annäherung via App

Sogenannte Willkommens-Apps für Flüchtlinge helfen, sich einander anzunähern. Die Dresdner Welcome App für Smartphones beispielsweise unterstützt neue Bewohnern der BRD dabei, sich in der Stadt zu Recht zu finden, gibt Infos und Hilfestellungen zu Behördengängen und wo sich zum Beispiel der nächste Arzt befindet. Die App soll Asylbewerbern ihren Start in Deutschland vereinfachen und zugleich ein Zeichen dafür setzen, dass Deutschland Flüchtlinge nicht nur aufnehmen, sondern auch die Verantwortung für sie übernehmen und sie aufrichtig integrieren möchte.

Idealismus aus dem Internet

Viele Bürger möchten dazu auf freiwilliger Basis ihren Beitrag in ihren Kommunen leisten. Häufig wissen sie jedoch nicht, wo wirklich Hilfe benötigt wird, wo sie sinnvoll ihre Zeit und ihr Engagement einbringen können. Abhilfe schaffen hier Plattformen wie GoVolunteer. Netzwerke wie diese ermöglichen es in Echtzeit Hilfe zu besorgen, Hilfsprogramme zu finden und sich zusammen zu schließen – online wie offline.

„Staatliche Leistungserbringung muss mit möglichst geringem Aufwand und hoher Budgeteffizienz funktionieren!“, so Sodexo-Unternehmenssprecher George Wyrwoll.

Zugleich wird die Lebensqualität der Leistungsberechtigten potenziert: Ohne lange Warteschlangen und mit freier Verfügung über alle Zuwendungen können Begünstigte mit dem Kommunal Pass wie mit einer EC-Karte in allen Ladengeschäften und an Bargeldautomaten mit Maestro-Akzeptanz einkaufen.
Eine Lösung, die die Integration für alle Beteiligten künftig vereinfachen dürfte.

Fazit: Integration ist nur dann erfolgreich, wenn sich Menschen dazu entschließen gemeinsam an einem Strang zu ziehen – von der Kommune bis zum Asylbewerber. Einfacher und schneller geht das in Zeiten von Netzwerken, Social Media und Co. mit digitalen Lösungen, die künftig noch mehr Anklang bei allen Beteiligten finden sollten, damit sich Einsatz und Engagement auszahlen können.

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