12.04.2017

Der Traum vom eigenen Pool

Alles rund um Zubehör und Pflege

Pool (Foto: zora120875 / pixelio.de)
zora120875 / pixelio.de

Ein eigener Pool ist der Traum vieler Haus- und Gartenbesitzer. Vor der Anschaffung sollte eine frühzeitige und sorgfältige Planung stehen. Welcher Pooltyp zu Ihnen und Ihrem Garten passt erfahren Sie hier.

Im Prinzip unterscheidet man zwischen Aufstellbecken, Stahlwandbecken, Styroporbecken, Polyesterbecken und Edelstahlbecken.

Aufstellbecken: Für eine schnelle Erfrischung sorgt der sogenannte Quick Up Pool. Einfach den Rand des Pools aufblasen, Wasser einlassen und die meist schon mitgelieferte Pumpe installieren. Allerdings sind diese Pools nicht für die Ewigkeit gemacht. Wer längeren Schwimmspass haben möchte, sollte sich gründlich über Vorteile und Nachteile eines fest eingebauten Schwimmbeckens informieren.

Stahlwandbecken: Diese bestehen aus einer Stahlwand die auf eine Schiene aufgesetzt wird und einer Folie. Alle notwendigen Zuberhörartikel werden meist mitgeliefert.

Styroporpool: Bei diesem Modell werden Blöcke aus verdichtetem Styropor ineinander gesteckt und wie bei den Stahlwandbecken mit einer PCV-Folie verkleidet. Durch dieses simple Stecksystem kann der gesamte Pool aus sehr wenigen Komponenten konstruiert werden, außerdem lassen sich die Styroporsteine gut mit einem Messer oder einer Säge zuschneiden, um den Einbau von Skimmer oder Gegenstromanlage zu ermöglichen.

Polyesterbecken: Diese Becken bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff und werden vollständig vorgefertigt angeliefert. Im Rahmen der Anlieferung wird das Becken direkt in die im Vorfeld auszuhebende Baugrube eingelassen. Anschließend werden die Seitenwände mit Magerbeton hinterfüllt. Dieser Beckentyp ist in einer Vielzahl von Formen erhältlich und mechanisch sehr stabil.

Edelstahlbecken: Ein Edelstahlbecken hinterlässt mit seiner geschliffenen Oberfläche einen eleganten Eindruck und ist außerdem sehr langlebig. Die vorgefertigten Wandelemente gewährleisten eine flexible Gestaltung hinsichtlich der Beckengröße und bilden bei den meisten Edelstahlpools statisch selbsttragende Wände, die nicht mit Beton stabilisiert werden müssen. Dafür sind allerdings Schweißarbeiten notwendig, um die Wandteile miteinander zu verbinden. Allerdings ist die Anschaffung eines solchen Beckens sehr viel teurer als Becken in einer vergleichbaren Größe und Ausstattung und es benötigt stets eine gute Wasserqualität um dauerhaft vor Korrosion geschützt zu werden.

So wird der Pool zum optischen Highlight

Ein nierenförmiger Pool wirkt sehr schick in einem naturbelassenen Garten. Ein rechteckiges Modell eignet sich für geradlinige und moderne Häuser. Ein Beckenrand aus Steinen sieht nicht nur schön aus, sondern bietet auch zusätzliche Sicherheit. Steine sorgen für mehr Grip und man kann weniger ausrutschen. Die Umrandung des Pool lässt sich zudem an die genutzten Fliesen und Farben der Terrasse anpassen.

Die Wahl des Standortes

Wer seinen Pool auf der Südseite des Grundstücks baut, hat ausreichend Sonnenbestrahlung. Zudem sollte der Swimmingpool möglichst weit entfernt von Bäumen und Büschen stehen. So wird die Verschmutzung des Wassers minimiert. Notwendige Anschlüsse, zum Beispiel für die Pumpe, sollten in der Nähe sein. Zum Schutz vor neugierigen Nachbarn, sollte der Pool in einem blickgeschützten Bereich gebaut werden.

Wichtiges Zubehör

Pumpe: Die Pumpe sorgt für sauberes Wasser. Das Oberflächenwasser wird aufgesaugt und und durch einen Filter geleitet. Dort wird das Wasser gereinigt und über eine Einlaufdüse in den Pool zurückgespült. Da die Pumpe fast rund um die Uhr im Einsatz ist, sollte auf eine hohe Qualität geachtet werden.

Kescher: Das feine Sieb ermöglicht eine manuelle Säuberung des Pools.

Leiter: Über eine Poolleiter können Nutzer bequem in den Pool ein- und aussteigen. Die Leitern bestehen in der Regel aus Kunststoff oder Edelstahl. Ein Rutschschutz sollte immer zusätzlich installiert werden, um Unfälle zu vermeiden.

Skimmer: Eine Poolpumpe benötigt einen Skimmer. Dieser saugt das Oberflächenwasser an und leitet es zum Filter weiter. Man unterscheidet zwischen Einbau- und Einhänge-Skimmern.

Poolabdeckungen

Ob einfache Poolfolie oder begehbare Schwimmhalle: Eine Abdeckung bzw. Schutz ist für einen Pool, an dem Bauherren lange Freude haben möchten, ein Muss. Die Poolabdeckung – in Form einer Plane – ist bereits für kleines Geld zu haben und kann ab 30 Euro den Pool schützen. Je nach Ausführung und Funktion gibt es aber auch Modelle, die bis zu 30.000 Euro kosten können. Ein optisches Highlight ist ein Rollladen, der im Boden eingelassen wird und eingefahren nicht sichtbar ist. Der Verwendung einer solchen Poolabdeckung ist während des Baus einzuplanen, da sich Rollläden nachträglich nicht mehr anbringen lassen.

Sicheres Schwimmen für Kinder

Ein sogenannter Pool-Alarm lässt Familien aufatmen und auch Kinder unbesorgt in Poolnähe spielen. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, welches am Beckenrand montiert wird. Stürzt ein Kind beispielsweise ins Wasser, registriert das Gadget die Wasserbewegung und schlägt Alarm.
Eine Abdeckung verhindert, dass das Kind überhaupt erst in den Pool fällt. Diese kann aus robustem PVC bestehen und wird mit einem Spanngurt, Haken und Ösen über dem Becken befestigt. Die Plane verhindert zudem, dass Schmutz in den Pool gelangt.

Die richtige Pflege ist das A und O

Der ideale ph-Wert des Wassers liegt zwischen 7,0 und 7,4. Damit dieser Wert gehalten werden kann, ist die richtige Pflege des Pools unerlässlich. Blätter aus dem Garten oder Rückstände von Sonnenlotions verschmutzen das Wasser. Fügen Sie dem Pool daher Chlor zu. Dies desinfiziert das Wasser. Die Kontrolle des ph-Werts ist im Nachgang ein wichtiges To do.
Je wärmer das Wasser, desto mehr Pflege und Aufbereitungsmittel werden nötig. Im Folienbecken sollte die Wassertemperatur nicht höher als 27 Grad sein.

Tipp: Holzpool für eine natürliche Optik

Ein Holzpool ist für viele Gartenbesitzer die erste Wahl, um einen natürlichen Look zu garantieren. Ein Pool kann dabei eine klassische Holzverkleidung aufweisen oder ein richtiges Badefass sein – alles natürlich in rustikaler Optik. In der Regel handelt es sich um ein Stahlwandbecken, welches mit einer Ummantelung, zum Beispiel aus Kiefer, versehen ist. Ein größerer Holzpool mit Maßen 5 x 10 Meter kostet um die 10.000 Euro. Das Fass ist mit einem Ofen ausgestattet und kann zu jeder Jahreszeit genutzt werden – auch im Winter.

Informationen im örtlichen Bauamt

Ob Gartenbesitzer ohne Genehmigung einen Swimmingpool bauen dürfen, lässt sich im örtlichen Bauamt klären. Dazu reicht die Vorlage einer Planzeichnung des Grundstücks und Pools aus. Die Behörde informiert die Gartenbesitzer über Themen wie Wasserentsorgung oder einen Kanalanschluss.

Checkliste vor dem Poolbau

  • Liegt eine Baugenehmigung vor? / Gibt das örtliche Bauamt grünes Licht?
  • Budgetplanung: Was darf der Pool maximal kosten?
  • Welche Art des Pools soll es sein?
  • Wie wird der Swimmingpool geschützt (Abdeckung, Zaun, Überdachung)?
  • Bestimmung der Größe
  • Kalkulation der Bau- und Energiekosten
  • Wie wird der Pool beheizt (Solarenergie vs. Poolheizung)?
  • Wie wird der Pool gereinigt (Chemie, Kercher, etc.)?
  • Welche Zubehöre sind gewünscht (Beleuchtung z.B.)?
  • Ist eine Leiter geplant zum Zugang

Checkliste Lage des Pools

  • Sonnige und windgeschützte Lage
  • Weit entfernt von Bäumen und Büschen, trotzdem geschützt vor Blicken von außen
  • Keine wichtigen Rohre oder Kabel sollten im Weg sein
  • Anschluss an die Terrasse

Checkliste Kauf des Pools

  • Qualitativ hochwertiger Hersteller, Referenzen des Herstellers, wie sieht das Portfolio aus
  • Vernetzung mit Nachbarn, Freunden, die ebenfalls einen Pool haben und Tipps geben können
  • Informationen über Garantien und Versicherungsschutz

Wer diese Tipps beachtet und das Budget gut kalkuliert, kann den Traum vom eigenen Pool schon bald wahr werden lassen. Schwimbadbau-Fachbetriebe unterstützen Sie gern beim Bau des Pools und beraten ganzheitlich.

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