21.09.2016

Sächsisch-Böhmische Schweiz

Tipps und Besonderheiten für ein grenzübergreifendes Naturerlebnis

Sächsisch-Böhmische Schweiz (Foto: Jörg Naujokat / pixelio.de)
Jörg Naujokat / pixelio.de

Malerisch, imposant, einzigartig: Die Grenzregion zwischen Sächsischer und Böhmischer Schweiz ist einzigartig in Mitteleuropa. Das Elbsandsteingebirge begeistert durch die Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz. Hier finden Sie Tipps zu Wandertouren und Besonderheiten der Region.

Die besondere Landschaftsformation der Sächsischen Schweiz setzt sich auf tschechischem Gebiet, in der Böhmischen Schweiz, fort. Grüne Wanderwege und eine atemberaubende Gebirgslandschaft erwartet Sie hinter der Grenze. Kurz nach Schmilka in Hřensko wartet das wohl bekannteste Wahrzeichen der Böhmischen Schweiz auf Sie: das Prebischtor. Es ist mit acht Metern Breite, 16 Metern Höhe und 26,5 Metern Bogenspannweite das größte Sandsteintor in Europa. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick über das Elbsandsteingebirge.

Kamnitzklamm/ Edmundsklamm

Besonders in der Böhmischen Schweiz sind zudem die tiefen Schluchten der Canyon-Landschaft zu bestaunen. In der Kamnitzklamm, auch als Edmundsklamm bekannt, sammelt sich kalte Luft, durch die Pflanzenarten in einer für sie untypischen Höhe von etwa 200 Metern gedeihen. Außderdem kann man in der Klamm verschiedene Libellenarten, Fischotter und den seltenen Eisvogel beobachten.
Tipp: Machen Sie eine Kahnfahrt auf einem Abschnitt der Klamm. Dieses eindrucksvolle Erlebnis werden Sie so schnell nicht vergessen.

Die Eroberung des Panoramas

Zurück auf der deutschen Seite lockt die Gegend um Hinterhermsdorf mit schönen Aussichten und sonnigen Ruheplätzen. Start der Panorama- Wandertour ist der Parkplatz am Haus des Gastes. Von dort geht es auf der „Alten Nixdorfer Straße“ aufwärts bis zum Weifberg (478 Meter) mit dem im Jahr 2000 errichteten hölzernen Aussichtsturm. 173 Stufen müssen Sie bezwingen, doch der Weg lohnt sich: In über 30 Metern Höhe wartet ein atemberaubender Panoramablick über die Sächsische und Böhmische Schweiz auf Sie. Weiter geht es zum Aussichtspunkt Emmabank (Flugleiteinrichtung), wo sich eine Rast anbietet. Auf der Neudorfstraße gelangen Sie zur Buchenparkhalle (Gaststätte). Dort können Sie auf der längsten Bank Sachsens (36,9 Meter) Platz nehmen und haben einen wunderschönen Blick auf das Dorf.

Bahnerlebnis und Mühlenromantik im Kirnitzschtal

Besonders beeindruckend ist eine Bootsfahrt in der wilden Kirnitzschklamm. Der Wildbach ist auf 700 Meter angestaut und wurde früher für die Flößerei genutzt. Heute können Sie mit Booten durch das enge Felsenreich bis zur Staumauer – der Oberen Schleuse – fahren. Folgt man dem tosenden Wasser weiter die Kirnitzsch hinab, gelangt man in das Kirnitzschtal zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf. Aufgrund seiner Lage inmitten der Natur, einem gut ausgebauten Wanderwegenetz und der bizarren Felsenwelt zählt es zu den beliebtesten Ausflugszielen der Sächsischen Schweiz. Eine viel besuchte Attraktion des Tales ist die historische Kirnitzschtalbahn, welche den Fluss auf einer Strecke von 8 Kilometer bis zum Lichtenhainer Wasserfall begleitet. Die ehemalige Mühle, eine Schauanlage aus dem 14. Jahrhundert, kann noch heute besichtigt werden.

Wurzeltunnel und Holzriesen

Sie möchten Ihren Kindern eine Freude machen? Dann bietet sich an dieser Stelle ein Abstecher in das Ausstellungs- und Erlebnisgelände Waldhusche an. Auf über 60 Hektar werden Abenteuer, Entdecken und Mitmachen großgeschrieben. Unternehmen Sie in einem echten Familienparadies eine spannende Entdeckungstour durch den Wald. Vier vernetzte Themenwege verbinden attraktive Spielelemente mit verschiedenen Wissensstationen.

Burgen und Schlösser – Zu Besuch auf Burg Stolpen

Im Elbsandsteingebirge trifft atemberaubende Natur auf historische Baudenkmäler. Die Burg Stolpen am Rande des Nationalparks Sächsische Schweiz ist einen Ausflug wert, wurde sie doch in ihrer Geschichte immer wieder belagert, erobert, zerstört und wiederaufgebaut. Die Festung ist auf einem erloschenen Vulkan erbaut und beheimatet den tiefsten in Basalt getriebenen Brunnen der Welt. Des Weiteren können Sie hier die tragische Geschichte der Gräfin Cosel, die 49 Jahre lang auf der Burg gefangen gehalten wurde, kennenlernen.

Veranstaltungstipps im Oktober:

  • Die schönsten Felsgebilde und Aussichten am Malerweg, 3. Oktober, 10 – 15 Uhr
    Auf dem historischen Malerweg entdecken Sie an Originalplätzen Motive zu den berühmten und weniger bekannten Bildern von Künstlern
  • Auf alten Schmugglerpfaden durch das sächsisch-böhmische Grenzgebiet, 6. Oktober, ab 10 Uhr
    Naturkundliche Wanderung von Rosenthal entlang des historischen Grenzverlaufes über Ostrov und Rajec zur Tyssaer Felsenstadt in der Böhmischen Schweiz
  • Kräuterwanderung, 15. Oktober, ab 10 Uhr
    Führt in die Wälder um Hinterhermsdorf
  • Pilze der Sächsischen Schweiz, 22. Oktober, 10 – 15 Uhr
    Wissenswertes über Pilze in der Nationalparkregion mit speziellen Angeboten für Kinder

Entdecken Sie die Sächsische und Böhmische Schweiz. Sowohl Aktivurlauber als auch Romantiker sind hier gut aufgehoben. Informieren Sie sich auch unter: www.saechsische-schweiz.de und www.boehmische-schweiz.de

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